Morales nahe an Zwei-Drittel-Mehrheit

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Nach der Auszählung von knapp 75 Prozent der Stimmen des Referendums vom vergangenen Sonntag liegt Boliviens Präsident Evo Morales bei 65 Prozent der Stimmen, die für seinen Verbleib im Amt plädiert haben. Damit liegt er nicht nur deutlich über dem Wahlergebnis vom Dezember 2005, als er 54 Prozent gewinnen konnte. „Das bedeutet, dass wir möglicherweise zwei Drittel erreichen, 66 Prozent“, sagte Morales in einem Telefongespräch mit seinem venezolanischen Amtskollegen Hugo Chávez.

Bedeutsam könnte auch zwei regionale Teilergebnisse sein. Während die von der Opposition kontrollierten Provinzen Santa Cruz und Beni mit deutlichen Mehrheiten gegen Evo Morales stimmten, stimmte in Tarija fast die Hälfte der Wählerinnen und Wähler für den Präsidenten. Mit 50,17 Prozent war die Ablehnung Morales‘ denkbar knapp – und hätte, wenn es das landesweite Ergebnis gewesen wäre, nicht für eine Abwahl des Präsidenten gereicht. Dafür wären mindestens 54 Prozent Nein-Stimmen gegen Evo nötig gewesen.

In Pando, der vierten oppositionellen Provinz im sogenannten „Halbmond“, stimmten sogar 52,67 Prozent für einen Verbleib Evos im Amt, was von der staatlichen Presseagentur ABI als „Einbruch in die Kontrolle des Halbmondes“ gefeiert wird.

mit marx arbeiten

Im Rahmen dieser Bildungsveranstaltung der PdA Zürich wollen wir anhand der Lektüre ausgewählter Textstellen des Kapitals von Karl Marx die Arbeitsweise seiner Kritik der kapitalistischen Ökonomie nachzeichnen.

Bei der Aneignung des Textes werden wir versuchen, die Analyseschritte und -methoden von Karl Marx zu thematisieren.

Wovon ging Marx in seiner Kritik aus? Worauf richtete sich seine Kritik? Wie lässt sich die Vorgehensweise in der Kritik der politischen Ökonomie bestimmen? Wo liegen in seiner Analyse der kapitalistischen Produktionsweise die zentralen Fragestellungen und Schlüsse?

Aber auch: Welche Auslassungen hat Marx in seiner Analyse vorgenommen? Welche Verschiebungen sind festzustellen? Welches waren die konkreten historischen Bedingungen seiner Analyse.

Und: Welche Schlüsse ziehen wir daraus für eine Kritik der aktuellen hegemonialen politischen Ökonomie, die sich in Form verschiedener Strömungen neoliberaler Herkunft manifestiert?

Daten: 06.11.2008, 13.11.2008, 20.11.2008, 27.11.2008

Zeit: jeweils donnerstags, 19:00 bis 21:00 Uhr

Unterlagen: Ein Reader zum Bildungszyklus wird beim ersten Treffen abgegeben.

Kosten: Erwerbstätige CHF 50.- Nichterwerbstätige CHF 20.-

Ort: Promocion Culturale Espanola, Josefstrasse 102, 8005 Zürich

Anmeldung/Rückfragen: Tristan Dzikowski, Sekretariat PdAZ, pdaz@pda.ch

Anmeldefrist: Ende Oktober 2008

Die Zahl der Teilnehmenden wird auf zwanzig beschränkt.

Flyer Bildungszyklus (PDF)

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